Impressum

Verantwortlich für den Inhalt

Praxis Mittelpunkt
Giebeleichstrasse 82
8152 Glattbrugg

043 321 20 39
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Webprogrammierung

Webuniverse Informatik
Corinne Meister
www.webuniverse.ch

 

Urheber Startseiten Foto: Smileus - fotolia.com

Juli 2020

Travel light - nur wie?

Diese Frage haben Sie sich bestimmt auch schon mal gestellt.

Die Sache mit dem Vergeben ist gar nicht so einfach. Klar, dass Vergebung eine Notwendigkeit ist, um mehr Leichtigkeit zu erlangen, ist heute nicht nur unter Frommen ein Thema.

Doch ist Vergeben der erste Schritt? Ich sage: «Nein» – Erstaunt? Um Vergeben zu können, benötige ich leere Hände, da ich Vergeben nicht aus mir selbst kann.

Vergebung ist ein Geschenkt, welches ich zuerst empfangen und erst dann weitergeben kann.

Der erste Schritt ist also das Loslassen. Beim Loslassen geht es darum, den Täter innerlich loszulassen und ihm die Verantwortung für sein Tun zurückzugeben.

  • Ich halte den Täter nicht mehr fest – damit werden meine Hände frei, etwas zu empfangen (Gnade) und weiter zu geben: Die Vergebung!

Sie finden loslassen schwieriger als Vergeben? Ja, das ist oft so. Denn beim Loslassen geht es nicht um ein «frommes Gebet», sondern um die Auseinandersetzung mit den eigenen toxischen Gedanken.

Und sich mit Gift auseinandersetzen ist nicht gerade angenehm. Aber, es ist der Weg in die Freiheit – in die Leichtigkeit, die Sie so gerne haben möchten. Gerne gebe ich Ihnen drei klärende Fragen mit auf den Weg:

1. Was sind meine Gründe, nicht loslassen zu wollen?

2. Was liegt vor mir, wenn ich nicht loslasse?

3. Vor was muss ich kapitulieren, um vergeben zu können?

Und zuletzt: Gibt es zwischen Vergeben – Verzeihen – und Versöhnen einen Unterschied? Ja, definitiv. Anbei noch eine Definition. 

Wer vergibt gibt etwas her. Er verzichtet auf den Schuldvorwurf und auf seinen Anspruch der Wiedergutmachung des erlittenen Unrechts, ohne die erlittene Verletzung zu relativieren oder zu entschuldigen.

Wer verzeiht, verzichtet im wahrsten Wortsinn ebenfalls auf den Schuldvorwurf und den Anspruch der Wiedergutmachung. Beim Verzeihen wird der Täter mit in das Geschehen einbezogen.

Verzeihen ist im Gegensatz zur Vergebung ein zwischenmenschlicher Prozess. Verzeihen setzt allerdings nicht zwingend voraus, dass man mit dem Täter eine zukünftige innige Beziehung wiederherstellen möchte.

Versöhnung ist mehr als vergeben und verzeihen. Versöhnen setzt voraus, dass der Täter seine Tat einsieht, sie bereut und beide – Opfer und Täter – den Wunsch haben, aufeinander zuzugehen, einen Schlussstrich unter das Vergangene zu ziehen, verbunden mit dem Wunsch nach einer zukünftigen guten Beziehung. 

Wie wäre es, den ersten Schritt zu tun? Gerne unterstütze ich Sie auf Ihrem Weg des losslassens. Denn:

Das Leben kann nicht abheben, wenn das Gepäck nicht abgeben werden möchte

 

2DB36B4A 1188 43F0 9098 A8BE539F8CBF 1024x683